Archiv für den Monat: Dezember 2012

Gänsediebbrunnen

Der Gänsediebbrunnen ist ein Brunnen in der Weißen Gasse (Innere Altstadt). Er besteht aus einer Bronzefigur auf einem Granitunberbau in einem Wasserbecken. Robert Dietz erschuf die Bronzefigur, welche ihm Weltruhm einbrachte, 1878 ursprünglich als Standbild. Der Architekt Bernhard Paul Weidner schuf dafür den Unterbau. Der Bronzeguss wurde von der Dresdner Gießerei Bierling ausgeführt. Dargestellt ist ein junger Mann, der zwei Gänse stiehlt. Zwei weitere Gänse befinden sich am Granitunterbau.

GänsediebbrunnenAm 20. April 1880 wurde der Brunnen auf dem Ferdinandplatz eingeweiht. Finanziert wurde er aus Mitteln der Güntzstiftung von Justus Friedrich Güntz. Bei der Internationalen Kunstausstellung in München 1879 bekam der Brunnen die Große Goldmedaille. Die Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 überstand der Brunnen unbeschadet, der Ferdinandplatz hingegen wurde leider komplett zerstört, weshalb der Brunnen 1961 auf seinen heutigen Standort in der Weißen Gasse umgesetzt wurde. Von 1991 bis 1992 wurde der Brunnen rekonstruiert.

In Pößneck, der Heimatstadt Diez‘, steht eine Kopie des Brunnens.

Die Brunnenfigur stellt den jungen Thomas Platter, den späteren Rektor der Lateinschule Basel, beim Diebstahl zweier Gänse dar. Plattner besuchte 1512 als fahrender Schüler die Kreuzschule in Dresden. Für das Abschiedsessen mit dem Schulmeister stahl er zwei Gänse.

Plauen

Plauen Dorfwappen

Wappen des Dorfes Plauen

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Plauen – übrigens gemeinsam mit Dresdens Ersterwähnung – in einer Urkunde vom 31. März 1206. Als Zeuge wurde in diesem Dokument ein ritterlicher Schutzherr namens „Johannes de Plawen“ genannt, der dem Dorf auch seinen ursprünglichen Namen verlieh, welcher im Altslawischen so viel wie schwimmen, schwemmen oder flößen bzw. „Dorf an der Flöße“ bedeutet. Wahrscheinlich darauf zurück zu führen, da sich an der Weißeritz eine Flößerei befand.

Bereits 1300 war Plauen im Besitz einer eigenen Kirche, was – neben den 30 Bauerngehöften – das Dorf zu einem der größeren in der Dresdner Umgebung machte.

Plauen wurde am 1. Januar 1903 zu Dresden eingemeindet.

Gottlieb Traugott Bienert

Gottlieb Traugott Bienert

Gottlieb Traugott Bienert

Für das Dorf Plauen (1903 zu Dresden eingemeindet) war Gottlieb Traugott Bienert eine Art Heiland. Durch seine Arbeit (verbunden mit seinen finanziellen Unterstützungen), seinen Großmut und sein soziales Engagement brachte er den Fortschritt in das Dorf. So errichtete er 1874 eine Gasanstalt, welche die neue Gas-Straßenbeleuchtung versorgen sollte. Außerdem finanzierte er den Bau einer Kinderbewahranstalt (1883) und des Rathauses (1894). Plauen wuchs nicht zuletzt durch ihn vom Bauerndorf zum wohlhabenden Vorort.

Gottlieb Traugott Bienert wurde am 21. Juli 1813 in Eschdorf bei Dresden geboren und verstarb am 22. Oktober 1894 in Plauen bei Dresden. Er war ein Müller und Bäcker, der es zum Großindustriellen brachte.

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